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Komplexe Korrekturen mit der Elliot-Wellentheorie

Der vorherige Artikel auf unserer Forex Trading Akademie beschäftigte sich mit einfachen Korrekturen und wie man mit diesen basierend auf dem b-Wellen-Einbruchsniveau und dem Bruch der b-d-Trendlinie handelt. Einfache Korrekturen erscheinen jedoch nur selten als einzelne Korrekturen größeren Grades. Trader sollten daher bereit sein, mit komplexen Korrekturen umgehen zu können. Eine komplexe Korrektur wird aus einfachen Korrekturen (Zickzack, Flach, Dreiecke) gebildet, die durch maximal zwei x-Wellen oder intervenierenden x-Wellen verbunden sind. Der Schlüssel bei der richtigen Bezeichnung einer komplexen Korrektur ergibt sich aus dieser verbindenden x-Welle und ihrem Einbruchsniveau.

Arten von komplexen Korrekturen

Es gibt viele Arten von komplexen Korrekturen, die Elliot identifiziert hat. Zunächst sollte man sie in zwei Kategorien einteilen. Diese unterscheiden sich dadurch, wie stark die erste x-Welle in einer komplexen Korrektur in den Bereich der vorherigen Korrektur nachzeichnet. Das bedeutet, dass man im Prinzip die erste a-b-c-Struktur vom Anfang bis zum Ende messen und dann das Ende der x-Welle suchen sollte. Endet die x-Welle über dem Niveau von 61,8 % der gesamten ersten Korrektur, heißt das, das eine komplexe Korrektur mit großer x-Welle gebildet wird. Endet eine x-Welle unter dem Einbruchsniveau von 61,8 %, ist sie Teil einer komplexen Korrektur mit kleiner x-Welle. Allgemein gesagt ist es nicht möglich, dass eine komplexe Korrektur mit einem Dreieck beginnt. Die einzigen möglichen Optionen sind daher Zickzack und ein flaches Muster.

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Komplexe Korrekturen mit kleiner x-Welle

Die Muster in dieser Kategorie weisen eine x-Welle auf, die weniger als 61,8 % der vorherigen a-b-c-Struktur nachzeichnet (dabei kann es sich um ein Zickzack- oder ein flaches Muster handeln). Solche Muster sind weitaus häufiger als Korrekturen mit großen x-Wellen. Daher müssen Trader diese unbedingt meistern.

Doppelkombinationen
Wie der Name schon sagt, ist eine Doppelkombination eine „Kombination“ aus zwei einfachen Korrekturwellen, die durch eine kleine x-Welle verbunden sind. Bedenkt man, dass eine komplexe Korrektur nicht mit einem Dreieck beginnen kann, bleiben folgende Möglichkeiten:

Eine Doppelkombination endet fast immer mit einem Dreieck. Die anderen sollten also als eher selten erachtet werden. Das bedeutet nicht, dass sie sich niemals bilden. Regelmäßig findet man sie auf dem Devisenmarkt.

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Dreifachkombinationen
Bis jetzt sollte klar sein, dass eine Dreifachkombination nach Vervollständigung der Doppelkombination nur einer weiteren Korrektur folgt. Dies erfolgt jedoch nicht vor Bildung einer weiteren, intervenierenden x-Welle. Es gibt mehrere Arten von Dreifachkombinationen, die ich hier nicht alle aufführen werde. Man muss einfach mit einem flachen oder Zickzack-Muster beginnen und dann die einfachen Korrekturen kombinieren, um alle Möglichkeiten zu finden. Man sollte wie bei Doppelkombinationen bedenken, dass eine Dreifachkombination fast immer mit einem Dreieck abschließt. Eine typische Dreifachkombination sieht wie das folgende Bild aus.

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Doppel- und Dreifach-Zickzackmuster
Wie der Name schon sagt: Wenn zwei Zickzackmuzster durch eine kleine x-Welle verbunden sind, bildet der Markt ein Doppel-Zickzackmuster. Ein Dreifach-Zickzackmuster enthält zwei x-Wellen und drei Zickzackmuster. Dies ist die stärkste Korrekturwelle, die der Markt bilden kann. Doppel- und Dreifach-Zickzackmuster widerspiegeln impulsive Aktivitäten, da Trader sie oft falsch interpretieren. Da es keinen Wechsel zwischen den Korrekturwellen gibt, wissen wir, dass die eigentliche Bewegung korrektiv und nicht impulsiv ist.

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Doppel- und Dreifach-Flachmuster
Diese Muster sind sehr selten, aber auch sie können auf dem Forex-Markt vorkommen. Wir sprechen über zwei bis drei flache Muster, die durch eine oder zwei kleine x-Wellen verbunden sind. Typischerweise sehen sie wies folgt aus.

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Komplexe Korrekturen mit großer x-Welle

Dies sind Korrekturen, bei denen die x-Welle mehr als 61,8 % der ersten a-b-c-Struktur nachzeichnet. Sie sind sehr kompliziert. Elliott hat hier zwei Unterkategorien identifiziert: Laufende Korrekturen und normale Korrekturen.

Laufende Korrekturen
Die häufigsten Korrekturen mit großer x-Welle sind laufende Korrekturen. Dieses Wort impliziert, dass die Korrektur oberhalb dem Ende der vorherigen impulsiven Welle endet (im Falle eines Aufwärtstrends) oder darunter (im Falle eines Abwärtstrends). Solche Korrekturen erscheinen am häufigsten als zweite Welle in einer impulsiven Welle, oder als b-Welle in einem Zickzackmuster. Eine klassische Art von laufender Korrektur als zweite Welle in einer impulsiven Welle wird in diesem Bild gezeigt.

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Normale Korrekturen
Zwar ist die x-Welle groß, da sie mehr als 61,8 % der ersten a-b-c-Struktur nachzeichnet, aber das Ende der gesamten Korrektur liegt im Bereich der ersten Welle (wenn die Korrektur die zweite Welle in einer impulsiven Welle ist), oder der a-Welle (falls die Korrektur die b-Welle eines Zickzackmusters ist). Solche Korrekturen können auch als vierte Welle in einer impulsiven Welle auftreten, auch wenn dies als selten gilt. Das liegt daran, dass nach Korrekturen mit großen x-Wellen der Markt in der Regel in die entgegengesetzte Richtung explodiert. Dies bedeutet, dass entweder eine erweiterte dritte Welle in einer impulsiven Welle oder eine große c-Welle in einem Zickzackmuster folgt.

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Dieser Artikel zeigt nur die Möglichkeiten für komplexe Korrekturen. Um sie richtig zu nutzen und zu handeln, sollte eine weitere Analyse folgen. Eine solche Analyse sollte jedes einzelne hier erwähnte Muster berücksichtigen, um weitere Details für den richtigen Handel und die richtige Interpretation zu erhalten.

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